Wenn ein Ehegatte nach der Scheidung oder Auflösung der Ehe seinen Geburtsnamen oder einen früher geführten Familiennamen wieder annehmen möchte, kann er dies durch eine entsprechende Erklärung gegenüber seinem zuständigen Standesamt (=Standesamt, bei dem das Familienbuch geführt wird) tun.

Voraussetzung für die Namensänderung ist, dass die Ehe rechtskräftig geschieden ist. Dies ist dann der Fall, wenn die Ehegatten im Scheidungstermin nach dem Ausspruch der Scheidung beide auf Rechtsmittel verzichtet haben oder wenn die Rechtsmittelfrist abgelaufen ist, ohne dass einer der Ehegatten Beschwerde gegen die Scheidung eingelegt hat.

Für die Namensänderung müssen dem Standesamt folgende Unterlagen vorgelegt werden:

Eine Namensänderung nach der Scheidung ist zeitlich unbegrenzt möglich. Der geschiedene Ehegatte kann nicht nur seinen Geburtsnamen wieder annehmen, sondern auch einen vor der geschiedenen Ehe geführten anderen Ehenamen. Es gibt auch die Möglichkeit, einen neuen Doppelnamen aus dem Geburtsnamen und dem Ehenamen oder einem früheren Ehenamen zu wählen.

Für eine Namensänderung fallen Kosten an. Die Gebühr für die öffentliche Beglaubigung bzw. Beurkundung der Namenserklärung bei den Standesämtern liegen in der Regel bei etwa 25,00 €. Hinzu kommen noch die Gebühren für eine Urkunde mit dem geänderten Namen und für eine Bescheinigung über die Namensänderung von derzeit jeweils 10,00 €.

Zu beachten ist auch, dass bei einer Namensänderung nach der Scheidung die Namensangaben auf sämtlichen wichtigen Unterlagen geändert werden müssen. Dazu gehören z. B. Personalausweis, Reisepass, Versicherungspolicen, Bankunterlagen, usw. Derartige Änderungen werden häufig nicht kostenlos durchgeführt, so dass hierfür weitere Kosten anfallen.