„Masernfall“: Gericht weist Antrag auf Ablehnung des Sachverständigen zurück

In dem als „"Masernfall“ bekannt gewordenen Prozess, in dem der durch RAin Dr. Caroline Gebhardt vertretene Homburger Mediziner David Bardens den Impfgegner Dr. Stefan Lanka vor dem Landgericht Ravensburg auf Zahlung von 100.000,- € in Anspruch nimmt, die Herr Dr. Lanka für den Nachweis der Existenz des Masernvirus als „Preisgeld“ ausgesetzt hat, hat das Gericht einen Antrag des Dr. Lanka, den vom Gericht bestellten Sachverständigen Prof. Podbielski wegen Besorgnis der Befangenheit abzulehnen, zurück gewiesen. Hr. Prof. Podbielski soll klären, ob die von Herrn Bardens vorgelegten Publikationen tatsächlich die Existenz des Masernvirus nachweisen. Herr Dr. Lanka hat argumentiert, der Sachverständige sei als verantwortlicher Verfasser des „Hygiene-Merkblatts Masern“ der medizinischen Fakultät für Mikrobiologie der Universität Rostock, nicht unvoreingenommen. Dieser Ansicht folgte das Gericht nicht: Es sei nicht ersichtlich, dass sich der Sachverständige bereits mit der Auffassung des Herrn Dr. Lanka auseinander gesetzt und sich hierzu bereits ein Urteil gebildet habe.