Leugner von Masern-Viren verurteilt

Für große Verunsicherung von Eltern, die vor der Frage stehen, ob sie ihr Kind gegen Masern impfen lassen sollen, hat ein bekannter Biologe aus Baden-Württemberg mit seiner Behauptung gesorgt, in Wahrheit gäbe es gar keine Masern-Viren, so dass eine Impfung gegen Masern Kinder nur grundlos gefährde.
Um seiner Behauptung mehr Gewicht zu verleihen, hat er demjenigen, der die Existenz des Virus wissenschaftlich zu beweisen in der Lage sei, die Zahlung eines Betrages von 100.000,00 € versprochen.
Den daraufhin von einem Mediziner geführten Nachweis wollte er nicht anerkennen, so dass dessen Anwältin Dr. Gebhardt aus dem Saarländischen Homburg ihn vor dem vor dem Landgericht Ravensburg auf Zahlung der versprochenen 100.000,00 € verklagte. Das Landgericht hat den Biologen heute nach Anhörung des für das genannte Fachgebiet ausgewiesenen Experten, Prof. Dr. Podbielski von der Medizinischen Uniklinik in Rostock voll verurteilt.
Rechtsanwältin Dr. Gebhardt misst der Entscheidung des Landgerichts gerade im Hinblick auf die sich in jüngster Zeit häufenden Erkrankungen an Masern weit über den Fall hinausgehende Bedeutung bei.